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In der erweiterten Umfrage fügst du Zusatzfragen zur Basis-Anreiseumfrage hinzu. Sie helfen dir, aus einer reinen Datenerhebung eine echte Entscheidungsgrundlage für deine Nachhaltigkeitsstrategie zu machen. Du erfährst nicht nur, wie Menschen anreisen, sondern auch warum sie bestimmte Verkehrsmittel wählen, welche Hürden es gibt und welche Maßnahmen tatsächlich überzeugen. Gerade für Kultur, Sport, MICE und Hotellerie ist das wichtig, weil Budgets knapp sind und Maßnahmen schnell Wirkung zeigen müssen. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du Zusatzfragen sinnvoll einsetzt, welche Fragetypen es gibt und welche Fragen aktuell im Katalog stehen.

Die erweiterte Umfrage mit Zusatzfragen ist im Plus-Abonnement verfügbar. Ohne Plus ist der Bereich sichtbar, aber nicht freigeschaltet.


So fügst du Zusatzfragen hinzu

Zusatzfragen kannst du direkt beim Erstellen einer neuen Umfrage auswählen. Im Bereich „Erweiterte Umfrage“ öffnest du den Zusatzfragenkatalog und stellst deine Fragen zusammen. Dort kannst du Fragen hinzufügen, Reihenfolgen anpassen und Fragen aus einer anderen Umfrage übernehmen. Bei Plus ist der Bereich voll nutzbar, ohne Plus bleibt er deaktiviert. Die Fragen werden im Erhebungsablauf nach der Basis-Anreisebefragung gestellt.

Zielgruppenspezifische Zusatzfragen

Nicht jede Person sieht jede Frage. Wer zum Beispiel nicht mit dem Auto unterwegs ist, bekommt bestimmte Auto-bezogene Fragen gar nicht erst angezeigt. Viele Fragen sind an ein Zielgruppenprofil gebunden, zum Beispiel „nur Auto als Hauptverkehrsmittel“ oder „nur letzte Etappe mit ÖPNV“. Dadurch bleibt die Befragung für Teilnehmende relevanter und die Datenqualität steigt. Einige Fragen werden zusätzlich „nur einmal pro Gruppe“ gezeigt, damit in Gruppenerhebungen keine unnötigen Wiederholungen entstehen.

Anzeige der Zusatzfragen im Mehrtages-Anreisemodus

Wenn eine Umfrage im Mehrtages-Anreisemodus ist (z.B. bei Messen, Konferenzen und Stadtfestivals), werden die Zusatzfragen erst nach dem Eintragen aller Anreisen gestellt. Dadurch sind manche Fragen inhaltlich nicht immer ideal anschlussfähig. Wenn eine Frage sich gefühlt auf eine einzelne Fahrt bezieht, kann das nach mehreren eingetragenen Trips verwirrend wirken. Deshalb gilt hier: Fragen sorgfältig auswählen und eher solche nutzen, die sich auf das Gesamtverhalten beziehen. Wir wissen, dass das nicht perfekt ist, und verbessern das perspektivisch – bisher fehlte dafür schlicht die Zeit.

Befragung von Gruppen mit selber Anreise

Wenn Gruppen von Personen gleichzeitig befragt werden, werden Zusatzfragen jeder Person nacheinander gestellt. So können schnell viele Befragungsdaten gesammelt werden, auch in einer eher hektischen Anreisetraube. Wenn sehr viele Einträge auf einmal erfasst werden (mehr als 10), werden Zusatzfragen übersprungen, damit der Ablauf stabil und praktikabel bleibt.

Warum Zusatzfragen später nicht mehr bearbeitbar sind

Zusatzfragen sind bewusst nur beim Erstellen änderbar, nicht beim späteren Bearbeiten der Umfrage. Der Grund ist Datensicherheit inhaltlich: Wenn du laufend Fragen austauschst, werden Zeitvergleiche und Wirkungsmessung unsauber. So bleibt die Datengrundlage konsistent und du kannst Ergebnisse sauber vergleichen. Gerade bei wiederkehrenden Umfragen ist das ein großer Vorteil. Diese Einschränkung schützt also die Aussagekraft deiner Auswertung.

Warum wir maximal zwei Zusatzfragen empfehlen

Jede zusätzliche Frage verlängert die Umfrage und erhöht das Risiko für Abbrüche oder oberflächliche Antworten. Zwei Zusatzfragen sind in der Praxis oft der beste Kompromiss zwischen Tiefe und Teilnahmequote. Genau deshalb weist die App ab der dritten Frage aktiv darauf hin, dass die Umfrage kurz bleiben sollte. Wenn du mehr wissen willst, ist meist eine zweite kurze Befragung mit neuem Fokus besser als eine einzige lange. So bleiben Antworten belastbar und vergleichbar.


Fragetypen im Zusatzfragenkatalog

1) Dichotome Frage (Ja/Nein)

Dichotome Fragen sind ideal, wenn du schnell eine klare Entscheidung, Nutzung oder Bekanntheit messen willst. Sie sind besonders leicht zu beantworten und funktionieren auch in kurzen Erhebungssituationen sehr gut. Strategisch helfen sie dir, Maßnahmen greifbar zu bewerten, etwa bei Shuttle, Kommunikation oder Kombi-Ticket. Oft sind sie der beste Start für einen konkreten Nachsteuerungsprozess.

Ja/Nein-Fragen liefern schnelle Signale zur Wirksamkeit einzelner Maßnahmen.

2) Multiple Choice (Einfach- oder Mehrfachauswahl)

Multiple-Choice-Fragen eignen sich, wenn du Motive, Barrieren oder Profile differenziert verstehen möchtest. Bei Einfachauswahl priorisieren Teilnehmende einen Hauptgrund, bei Mehrfachauswahl entstehen breitere Muster. Das ist stark für Segmentierungen, Zielgruppenansprache und Maßnahmenplanung. Du kannst damit sehr gut erkennen, ob es eher um Kosten, Komfort, Erreichbarkeit oder Kommunikation geht.

Multiple Choice zeigt, welche Faktoren die Verkehrsmittelwahl prägen.

3) Numerische Frage

Numerische Fragen liefern konkrete Werte, zum Beispiel Kosten oder Anzahl Nächte. Das macht sie besonders nützlich für betriebliche Kalkulationen und für die Priorisierung von Maßnahmen. Du bekommst damit keine bloße Tendenz, sondern belastbare Größenordnungen. Gerade bei Budget- oder Verhandlungsthemen sind diese Daten Gold wert.

Numerische Fragen schaffen belastbare Grundlagen für Planung und Kalkulation.

4) Slider-Frage

Slider sind perfekt für Einschätzungen auf einer Skala, etwa von „leer“ bis „voll“ oder bei Preisgrenzen. Sie sind intuitiv, schnell und liefern feinere Abstufungen als reine Ja/Nein-Fragen. Strategisch helfen sie, Schwellenwerte zu erkennen, ab denen Verhalten kippt. Das ist sehr praktisch für Tarife, Kapazitäten und Servicequalität.

Slider-Fragen machen Schwellenwerte sichtbar, die für Steuerung und Maßnahmen entscheidend sind.

5) Bewertung (Sterne/Skala)

Bewertungsfragen erfassen die subjektive Qualität einer Erfahrung in kompakter Form. Damit siehst du, wie gut eine Mobilitätsentscheidung aus Sicht der Teilnehmenden funktioniert. Solche Daten sind wichtig, weil Akzeptanz oft über den Erfolg von Maßnahmen entscheidet. Du kannst damit Trends über Zeit erkennen und direkt in Verbesserungen übersetzen.

Bewertungsfragen zeigen, wie gut Maßnahmen bei Teilnehmenden ankommen.

6) Multiple-Bewertung

Multiple-Bewertung kombiniert mehrere Maßnahmen in einer Frage und lässt jede einzeln bewerten. Das spart Zeit und liefert zugleich ein Prioritäten-Ranking. Strategisch ist das sehr hilfreich, um aus vielen Ideen die wirksamsten herauszufiltern. So kannst du mit begrenztem Budget die größten Effekte zuerst angehen.

Mehrfachbewertungen helfen, die stärksten Hebel zuerst umzusetzen.

7) Freitext

Freitextfragen geben Raum für Hinweise, die du mit festen Antwortoptionen nicht abdeckst. Gerade für neue Formate, neue Zielgruppen oder komplexe Standortfragen ist das sehr wertvoll. Strategisch entstehen daraus oft konkrete Ideen für Kommunikation, Infrastruktur oder Service. Gleichzeitig brauchst du hier etwas mehr Aufwand in der Auswertung.

Freitext bringt neue Perspektiven und konkrete Verbesserungsideen.

Auswertung: Zusatzfragen mit Filter analysieren

Die Ergebnisse der Zusatzfragen kannst du in den Auswertungen deiner Jahresbilanz in den Zusatzfragen-Charts ansehen. Dort werden die Fragen als eigene Auswertungsblöcke dargestellt. Sehr hilfreich: Die Auswertung reagiert auf gesetzte Filter, sodass du Ergebnisse für bestimmte Teilgruppen gezielt vergleichen kannst. So kannst du z. B. Unterschiede nach Verkehrsmittelprofil oder weiteren Filtermerkmalen sichtbar machen. Das macht aus reinen Umfrageantworten direkt umsetzbare Entscheidungsgrundlagen.

Auswertung für eine dichotome Frage.
Auswertung für eine Single-Choice-Frage.
Auswertung für eine Mehrfachbewertung-Frage.

Aktuelle Zusatzfragen im Katalog

A) Analyse des Anreiseverhaltens

1) Gründe für die Nutzung motorisierter Verkehrsmittel

Diese Frage zeigt dir, warum Personen trotz Nachhaltigkeitszielen motorisierte Optionen wählen. Du erkennst, ob eher Komfort, Flexibilität, Kosten oder Erreichbarkeit ausschlaggebend sind. Strategisch hilft das, Push- und Pull-Maßnahmen passgenau statt pauschal zu planen. Für Kultur-, Sport- und MICE-Formate ist das oft die wichtigste Grundlage für realistische Umstiegsstrategien. Besonders wertvoll ist sie, weil sie konkrete Barrieren sichtbar macht, die du kurzfristig beeinflussen kannst.

Frage„Was waren deine Hauptgründe für die Nutzung motorisierter Verkehrsmittel?“
TypMultiple-Choice (Mehrfachauswahl), maximal 3 Antworten
ZielgruppeNur bei Hauptverkehrsmittel (längste Distanz): Auto, Motorrad, Motorroller, Taxi

2) Gründe für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Hier erfährst du, warum ÖPNV bereits funktioniert und wo seine Stärken liegen. Diese Erkenntnisse helfen dir, erfolgreiche Faktoren aktiv zu verstärken. Strategisch kannst du daraus Botschaften und Angebote ableiten, die genau an vorhandene Motivation anknüpfen. Das macht Maßnahmen effizienter, weil du nicht gegen Verhalten arbeitest, sondern mit ihm. Gleichzeitig bekommst du Hinweise, welche Zielgruppen bereits offen für emissionsärmere Anreise sind.

Frage„Was waren deine Hauptgründe für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel?“
TypMultiple-Choice (Mehrfachauswahl), maximal 3 Antworten
ZielgruppeNur bei Hauptverkehrsmittel (längste Distanz): ÖPNV/Fernverkehr (Bus, Bahn, Tram, Fähre, Fernbus)

3) Gründe für die Nutzung nicht-motorisierter Verkehrsmittel

Diese Frage zeigt, welche Faktoren Rad- und Fußverkehr begünstigen. Das ist wichtig, wenn du kurze Wege am Standort besser aktivieren willst. Strategisch kannst du damit Maßnahmen zu Sicherheit, Abstellmöglichkeiten oder Wegeführung priorisieren. Für innerstädtische Veranstaltungsorte ist das oft ein besonders wirksamer Hebel. Du verstehst damit besser, welche Rahmenbedingungen tatsächlich zu einer Verhaltensänderung führen.

Frage„Was waren deine Hauptgründe für die Nutzung nicht-motorisierter Verkehrsmittel?“
TypMultiple-Choice (Mehrfachauswahl), maximal 3 Antworten
ZielgruppeNur bei Hauptverkehrsmittel (längste Distanz): Fahrrad, Pedelec, zu Fuß, E-Tretroller

4) Gründe für die Flugnutzung

Mit dieser Frage analysierst du, warum geflogen wird und ob Alternativen realistisch sind. Das ist zentral für Formate mit überregionalem oder internationalem Publikum. Strategisch unterstützt sie dich dabei, die richtigen Stellschrauben zwischen Erreichbarkeit, Zeit und Kosten zu setzen. Sie verhindert, dass Maßnahmen an der Lebensrealität der Zielgruppe vorbeigehen. Gleichzeitig liefert sie eine gute Grundlage für mittel- und langfristige Dekarbonisierungsziele.

Frage„Was waren deine Hauptgründe, ein Flugzeug zu nehmen?“
TypMultiple-Choice (Mehrfachauswahl), maximal 3 Antworten
ZielgruppeNur bei Hauptverkehrsmittel (längste Distanz): Flugzeug

5) Art des ÖPNV-Tickets (Einzelticket/Tagesticket/Abo)

Diese Frage zeigt, ob Personen extra Tickets kaufen oder bereits ein Abo nutzen. Daraus lässt sich ableiten, wie attraktiv Ticketintegration oder Preisvorteile sein könnten. Strategisch hilft das bei Kooperationen mit Verkehrsverbünden und bei Preismodellen. Du erkennst, ob ein Kombi-Ansatz echten Mehrwert stiftet oder nur Mitnahmeeffekte erzeugt. Das verbessert die Qualität deiner Tarif- und Produktentscheidungen.

Frage„Hast du für diese Fahrt extra ein Ticket gekauft, oder hattest du schon ein Abonnement?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeNur bei Nutzung von Bus/Bahn/Tram/Fähre/Fernbus (beliebiger Streckenabschnitt)

6) ÖPNV-Abonnements

Hier siehst du, wie stark verschiedene Abo-Typen in deiner Zielgruppe verbreitet sind. Das ist wichtig, um Angebotslogik und Kommunikation treffsicher auszurichten. Strategisch kannst du damit Maßnahmen segmentiert entwickeln statt einheitlich auszurollen. So werden Kampagnen konkreter und wirksamer, weil sie an bestehende Mobilitätsroutinen andocken. Gerade in Ballungsräumen liefert diese Frage oft sehr klare Muster.

Frage„Welche dieser Abonnements des Öffentlichen Verkehrs nutzt du?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeAlle Befragten

7) Allokation (Flug-Anteil)

Diese Frage hilft, den Anteil der Reise zu verstehen, der tatsächlich deiner Veranstaltung zuzurechnen ist. Damit wird deine Bilanzperspektive fairer und methodisch sauberer. Strategisch ist das wichtig, um Verantwortung korrekt einzuordnen und Maßnahmen realistisch zu priorisieren. Du vermeidest Über- oder Unterschätzungen bei fernreisebedingten Emissionen. Für internationale Zielgruppen ist sie ein Schlüssel zur besseren Steuerung.

Frage„Was trifft am meisten auf dich zu?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeNur bei Hauptverkehrsmittel (längste Distanz): Flugzeug

Mehr zum Thema findest du in diesem ausführlichen Artikel:

Flüge: Welcher Emissionsanteil gehört in meine Klimabilanz?
Flugreisen haben im Vergleich zu anderen Anreisen eine erheblich höhere Klimawirkung. Das liegt zum einen am höheren Emissionswert pro gereistem Kilometer, und zum anderen an den großen durchschnittlichen Entfernungen, die mit dem Flugzeug zurückgelegt werden. Da ist es nur verständlich, dass man diese Emissionen so genau wie möglich der eigenen

8) Wechsel des Verkehrsmittels für die Rückfahrt

Diese Frage erfasst, ob Hin- und Rückreise gleich oder unterschiedlich organisiert sind. So erkennst du Potenziale speziell für den Rückweg, der oft anders entschieden wird. Strategisch kannst du Rückreiseangebote gezielt verbessern, etwa bei Taktung, Sicherheit oder Kommunikation. Das ist besonders relevant bei Abendveranstaltungen oder unklaren Heimreisefenstern. Die Frage liefert dir damit konkrete Ansatzpunkte für kurzfristige Optimierung.

Frage„Wirst du für die Rückfahrt ein anderes Verkehrsmittel nutzen?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeAlle Befragten

9) Hypothetische Energielieferung durch E-Autos

Die Frage misst, ob Personen grundsätzlich bereit wären, E-Fahrzeuge als Energiespeicher einzubinden. Das ist ein Zukunftsthema mit hoher strategischer Relevanz für klimafreundliche Eventenergie. Du erkennst damit früh, wie hoch Akzeptanz für innovative Konzepte sein könnte. Strategisch hilft das bei Pilotprojekten und bei der Priorisierung von Infrastrukturideen. Gleichzeitig zeigt die Frage, wie anschlussfähig technische Innovationen für dein Publikum sind.

Frage„Wenn du ein E-Auto hättest, würdest du es zur Verfügung stellen, um Energie für die Veranstaltung zu liefern?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeNur bei Nutzung Auto (beliebiger Streckenabschnitt), nur einmal pro Gruppe

10) Alternative zum Auto (Ja/Nein)

Diese Frage klärt, ob aus Sicht der Befragten überhaupt eine praktikable ÖPNV-Alternative existierte. Das ist entscheidend, um zwischen „nicht wollen“ und „nicht können“ zu unterscheiden. Strategisch schützt sie dich vor falschen Schlussfolgerungen über Motivation. Du bekommst eine realistische Basis für die Entscheidung, ob zuerst Angebot oder Kommunikation verbessert werden sollte. Damit wird deine Maßnahmenplanung deutlich treffsicherer.

Frage„Hättest du theoretisch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeHauptverkehrsmittel (längste Distanz): Auto, Taxi, Motorroller, Motorrad, Flug

11) Hindernisse für den ÖPNV trotz Alternative (Mehrfachauswahl)

Diese Frage geht einen Schritt tiefer und zeigt, welche konkreten Barrieren den Umstieg verhindern. Du erhältst nicht nur ein Ja/Nein, sondern eine priorisierte Hürdenliste. Strategisch ist das sehr wertvoll für wirksame Maßnahmenpakete mit klarer Reihenfolge. So kannst du zuerst die größten Blocker adressieren und schneller Wirkung erzeugen. Für Stakeholder-Kommunikation liefert sie außerdem eine sehr gute Argumentationsbasis.

Frage„Falls es eine ÖPNV-Verbindung von deinem Ausgangsort gab: Was waren die Hauptgründe, warum du trotzdem mit dem Auto gefahren bist?“
TypMultiple-Choice (Mehrfachauswahl), keine Auswahlbeschränkung
ZielgruppeHauptverkehrsmittel (längste Distanz): Auto

B) Evaluation von Mobilitätsmaßnahmen

12) Zufriedenheit mit der Verkehrsmittelwahl

Diese Frage liefert ein kompaktes Qualitätssignal zur gesamten Mobilitätserfahrung. Sie zeigt, ob die gewählte Anreise für Teilnehmende tatsächlich funktioniert hat. Strategisch ist das wichtig, weil Akzeptanz die Voraussetzung für dauerhafte Veränderung ist. Du kannst Veränderungen über Zeit verfolgen und mit Maßnahmen abgleichen. Damit wird aus Einzeldaten ein kontinuierlicher Lernprozess.

Frage„Wie zufrieden bist du insgesamt mit deiner Wahl der Verkehrsmittel?“
TypBewertung (Skala 1-5 Sterne)
ZielgruppeAlle Befragten

13) Maßnahmen zum ÖPNV-/Fahrrad-Umstieg

Hier bewerten Teilnehmende mehrere mögliche Maßnahmen direkt im Vergleich. Dadurch entsteht ein klares Prioritätenbild mit hoher praktischer Relevanz. Strategisch hilft das, knappe Budgets auf die wirksamsten Hebel zu lenken. Du vermeidest Bauchgefühl und arbeitest datenbasiert an den wichtigsten Stellschrauben. Die Frage ist besonders nützlich, wenn mehrere Teams gemeinsam über Maßnahmen entscheiden.

Frage„Wie sehr überzeugen dich folgende Maßnahmen, auf öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad umzusteigen?“
TypMehrfach-Bewertung (mehrere Items, jeweils 1-5 Sterne)
ZielgruppeBei Nutzung Auto/Taxi/Motorroller/Motorrad/Flug (beliebiger Streckenabschnitt)

14) Kommunikation zur nachhaltigen Anreise

Diese Frage misst, ob deine Kommunikationsarbeit überhaupt ankommt. Ohne Reichweite kann selbst die beste Maßnahme nicht wirken. Strategisch hilft sie, Kommunikationskanäle, Timing und Botschaften zu verbessern. Du kannst damit prüfen, ob Investitionen in Kommunikation Wirkung entfalten. Gleichzeitig schafft sie eine Basis für realistische Zielwerte im nächsten Zyklus.

Frage„Hast du gehört, wie du umweltfreundlich hierher anreisen kannst?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeAlle Befragten

15) Kommunikation Kombi-Ticket

Die Frage zeigt, ob der Nutzen eines integrierten ÖPNV-Anteils bekannt ist. Das ist zentral, weil fehlende Bekanntheit direkt in geringer Nutzung endet. Strategisch unterstützt sie dich bei der Bewertung von Vertrieb, Ticketdesign und Vorab-Info. Du erkennst, ob das Problem im Angebot oder in der Vermittlung liegt. Dadurch werden Folgeentscheidungen deutlich präziser.

Frage„Wusstest du, dass der öffentliche Nahverkehr in deinem Ticket enthalten ist?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeAlle Befragten

16) Shuttle-Bus-Nutzung

Hier wird sichtbar, ob das Shuttle-Angebot tatsächlich angenommen wird. Das ist besonders wichtig bei Veranstaltungen mit letzter Meile zwischen Hub und Venue. Strategisch hilft die Frage bei Taktung, Kapazitätsplanung und Einsatzzeiten. Du siehst schnell, ob das Angebot passt oder nachgeschärft werden muss. Damit lässt sich die Wirksamkeit eines oft kostenintensiven Bausteins direkt prüfen.

Frage„Hast du den Shuttlebus genutzt?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeNur wenn letzte Etappe lokaler Bus war

17) ÖPNV-Auslastung

Diese Frage bildet die wahrgenommene Auslastung auf einer Skala ab. Das liefert dir Hinweise auf Komfortgrenzen und mögliche Überlastungen. Strategisch ist das wertvoll für Abstimmungen mit Verkehrsunternehmen. Du kannst damit nicht nur Nachfrage, sondern auch Qualität argumentieren. Das stärkt deine Position bei Kapazitäts- und Angebotsgesprächen.

Frage„Wie voll war deine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln?“
TypSlider (0-100, von „leer“ bis „voll“)
ZielgruppeNur bei Nutzung von Bus/Bahn/Tram (beliebiger Streckenabschnitt)

18) Organisierte Gruppenreise

Diese Frage identifiziert organisierte Kollektivanreisen in relevanten Zielgruppen. So erkennst du, ob Bündelung bereits genutzt wird oder ausbaufähig ist. Strategisch ist das interessant für Vereine, Verbände und große Veranstaltungsreihen. Du kannst Kooperationsmodelle für Gruppenanreisen besser planen. Gleichzeitig unterstützt die Frage die Segmentierung von Kommunikationsmaßnahmen.

Frage„Bist du Teil einer offiziell organisierten Gruppenreise?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeBei Nutzung Fernbus oder Van (beliebiger Streckenabschnitt)

19) Kosten der ÖPNV-Anreise

Hier bekommst du eine konkrete Kostengröße statt bloßer Einschätzungen. Das hilft dir, Preisakzeptanz und Finanzierungshebel realistischer zu bewerten. Strategisch ist die Frage wichtig für Ticketintegration, Zuschüsse oder Rabattlogik. Du kannst damit Verhandlungen mit Partnern fundierter führen. Zudem ermöglicht sie dir, wirtschaftliche und ökologische Ziele besser zusammenzubringen.

Frage„Wie viel hat deine Anreise zu dieser Veranstaltung pro Person gekostet?“
TypZahleneingabe (Ganzzahl in EUR, Mindestwert 0)
ZielgruppeBei Nutzung von Bus/Bahn/Tram/Fähre/Fernbus (beliebiger Streckenabschnitt), nur einmal pro Gruppe

20) Maximale Parkgebühr

Diese Frage zeigt den Preisbereich, ab dem ein Verhaltenswechsel wahrscheinlicher wird. Du erhältst damit einen praktischen Schwellenwert für Steuerungsmaßnahmen. Strategisch ist das relevant für Parkraummanagement und Preisstrategie. Die Ergebnisse helfen, wirksame statt symbolische Preisänderungen umzusetzen. So wird ein sensibler Hebel faktenbasiert steuerbar. Zugegeben: Diese Frage stößt manchmal auf etwas Kritik bei den Befragten (Autofahrer*innen).

Frage„Was ist der maximale Preis, den du bereit wärst, für das Parken zu bezahlen, bevor du in Betracht ziehst, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren?“
TypSlider (0-150 EUR)
ZielgruppeNur bei Nutzung Auto

21) Hypothetische Fernbus-Nutzung

Die Frage misst Bereitschaft für eine emissionsärmere Alternative auf längeren Distanzen. Das ist besonders interessant für Standorte mit begrenzter Schienenanbindung. Strategisch hilft sie bei der Prüfung neuer Kooperationen und Pilotangebote. Du erkennst, ob Nachfragepotenzial vorhanden ist, bevor du Ressourcen bindest. Damit reduzierst du das Risiko bei Angebotsentwicklungen.

Frage„Würdest du mit dem Fernbus aus der nächstgelegenen Großstadt (ab 500 000 EW) anreisen, wenn es eine Direktverbindung gäbe?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeAlle außer Fernbus, Rundstrecke 100-2000 km

22) Anreiz zum Umstieg auf ÖPNV

Diese Frage testet den Hebel „Preis- und Zugangsvorteil“ direkt. Du siehst, ob ein integrierter Ansatz tatsächlich Verlagerungspotenzial hat. Strategisch ist das eine Schlüsselfrage für Ticket- und Partnerschaftsmodelle. Sie hilft dir, Investitionsentscheidungen in Richtung der größten Wirkung zu lenken. Gleichzeitig unterstützt sie die Argumentation gegenüber internen Entscheiderkreisen.

Frage„Wenn der Eintrittspreis den ÖPNV abdeckt, würdest du auf ihn umsteigen?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeNur bei CO2-intensivem Hauptverkehrsmittel (längste Distanz)

23) Hypothetische ÖPNV-Wahl ohne Shuttle

Hier prüfst du, wie entscheidend die letzte Meile für die Mobilitätswahl ist. Das hilft zu unterscheiden, ob der Shuttle ein Nice-to-have oder ein Muss ist. Strategisch kannst du damit Ressourcen genauer priorisieren. Du erkennst, ob Stabilität im Gesamtsystem von genau diesem Baustein abhängt. Das stärkt die Planbarkeit von Betrieb und Budget.

Frage„Wenn es keinen Shuttlebus vom Bahnhof gäbe, hättest du dich trotzdem für öffentliche Verkehrsmittel entschieden?“
TypDichtotom (Ja/Nein)
ZielgruppeNur wenn letzte Etappe ÖPNV/Fähre war

C) Demografie und allgemeine Informationen

24) Alter

Die Altersfrage hilft dir, Mobilitätsverhalten entlang von Lebensphasen besser zu verstehen. So werden Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Zielgruppen sichtbar. Strategisch ermöglicht das passgenauere Ansprache und Maßnahmenlogik. Du vermeidest pauschale Kommunikation für heterogene Gruppen. Damit steigt die Chance, dass Angebote wirklich angenommen werden.

Frage„Wie alt bist du?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeAlle Befragten

25) Geschlecht

Diese Frage unterstützt eine differenzierte Betrachtung von Mobilitätsmustern. Sie kann Hinweise auf unterschiedliche Sicherheits- oder Komfortbedarfe liefern. Strategisch ist das wichtig für inklusive Angebotsgestaltung. Du erkennst, wo Maßnahmen für einzelne Gruppen nachgeschärft werden sollten. Das verbessert Fairness und Wirkung gleichzeitig.

Frage„Als welches Geschlecht identifizierst du dich?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeAlle Befragten

26) Offene Anregung

Die Freitextfrage öffnet den Raum für Perspektiven, die standardisierte Antworten nicht abbilden. Oft entstehen daraus sehr konkrete, lokale Verbesserungsideen. Strategisch liefert sie dir qualitative Impulse für den nächsten Maßnahmenzyklus. Sie ist besonders wertvoll, wenn du neue Formate testest oder unbekannte Zielgruppen erschließt. Gleichzeitig stärkt sie das Gefühl, dass Rückmeldungen wirklich gehört werden.

Frage„Was brauchst du, um nachhaltiger anzureisen?“
TypfreeText (max. 500 Zeichen)
ZielgruppeAlle Befragten

27) Ticketart (Steh-/Sitzplatz)

Diese Frage hilft dir, Verhaltensunterschiede nach Ticketprofil zu erkennen. Das kann relevant sein, wenn sich Anreisezeiten, Aufenthaltsdauer oder Komfortansprüche unterscheiden. Strategisch ermöglicht sie gezieltere Segmentierung in Kommunikation und Serviceplanung. Du kannst Maßnahmen auf konkrete Besuchsprofile zuschneiden. So wird das Mobilitätsmanagement präziser und wirksamer.

Frage„Hast du ein Stehplatz- oder Sitzplatzticket?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeAlle Befragten

28) Hotel-Nächte

Die Anzahl der Nächte zeigt, wie stark Übernachtung und Mobilität zusammenhängen. Für MICE und Hotellerie ist das ein zentraler Brückenindikator zwischen Bereichen. Strategisch unterstützt die Frage Paketlogiken und Kooperationen mit Unterkünften. Du kannst damit auch Aufenthaltsmuster besser einordnen. Das verbessert die Priorisierung von Maßnahmen über den reinen Anreiseweg hinaus.

Frage„Wie viele Nächte hast du in einem Hotel oder Hostel verbracht?“
TypZahleneingabe (Ganzzahl, 0-30)
ZielgruppeAlle Befragten

29) Hotel-Sterne

Diese Frage ergänzt die Übernachtungsdauer um ein Qualitätsprofil der Unterkunft. So lassen sich Zielgruppen und Verhaltensmuster differenzierter interpretieren. Strategisch kann das bei Partnerschaften und Angebotsentwicklung helfen. Du erkennst, ob unterschiedliche Segmente unterschiedliche Mobilitätsanreize benötigen. Damit werden Maßnahmen anschlussfähiger für reale Gästestrukturen.

Frage„Wie viele Sterne hatte das Hotel oder Hostel?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeAlle Befragten

30) Batteriestand von Elektrofahrzeugen

Die Frage zeigt, mit welchem Ladezustand E-Fahrzeuge am Standort ankommen. Das ist für Ladeinfrastruktur und Betriebsplanung sehr hilfreich. Strategisch kannst du daraus Bedarfe für Ladeleistung und Aufenthaltsmanagement ableiten. Sie unterstützt zudem die Bewertung innovativer Energiekonzepte. Damit wird Elektromobilität nicht nur mitgedacht, sondern planbar gemacht.

Frage„Batteriestand deines Elektrofahrzeugs“
TypZahleneingabe (Ganzzahl, 0-100 %)
ZielgruppeNur wenn letzte Etappe E-Fahrzeug/Hybrid war, nur einmal pro Gruppe

31) Batteriekapazität von Elektrofahrzeugen

Mit dieser Frage verstehst du die technischen Rahmenbedingungen der E-Fahrzeuge in deiner Zielgruppe. Das hilft, Ladebedarfe realistischer einzuschätzen. Strategisch verbessert sie die Planung von Infrastruktur und Lastprofilen. Du erkennst damit, welche Fahrzeugtypen in der Praxis relevant sind. Das reduziert Fehlinvestitionen bei der technischen Ausgestaltung.

Frage„Batteriekapazität deines Elektrofahrzeugs“
TypZahleneingabe (Ganzzahl, 0-1000 kWh)
ZielgruppeNur wenn letzte Etappe E-Fahrzeug/Hybrid war, nur einmal pro Gruppe

32) Parkdauer von E-Autos

Diese Frage erfasst, wie lange E-Fahrzeuge tatsächlich am Standort stehen. Das ist ein zentraler Wert für Ladefenster und Energieplanung. Strategisch kannst du daraus ableiten, welche Ladeangebote sinnvoll sind und welche nicht. Sie hilft außerdem bei der Priorisierung von Standzeiten mit hoher Wirkung. So wird die Infrastruktur am tatsächlichen Nutzungsverhalten ausgerichtet.

Frage„Wie lange parkt dein E-Auto hier?“
TypMultiple-Choice (Einfachauswahl), genau 1 Antwort
ZielgruppeNur wenn letzte Etappe E-Fahrzeug/Hybrid war, nur einmal pro Gruppe

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Fazit: Zusatzfragen liefern echte Entscheidungswerte

Zusatzfragen lohnen sich vor allem dann, wenn sie eine konkrete Entscheidung vorbereiten: Maßnahmen priorisieren, Budgets argumentieren, Partner verhandeln. Mit 1-2 gut gewählten Fragen pro Umfrage bleibst du nah an der Praxis und bekommst gleichzeitig genug Tiefe für strategische Steuerung. Besonders stark werden Zusatzfragen in Kombination mit Filterauswertungen und einfachen Wirtschaftlichkeitsrechnungen wie im Kombiticket-Beispiel. So wird aus Mobilitätsbefragung ein belastbares Steuerungsinstrument für deine Nachhaltigkeitsziele.